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SANTO DOMINGO .-Die Dominikaner scheinen im Laufe ihrer Geschichte der politischen Instabilität und Gewaltherrschaft die Herkunft ihrer eigenen kulturellen Identität vergessen zu haben.

Kulturdirektor der Autonomen Universität Santo Domingo (UASD), Cesar Zapata sagte, dass damit auch die Fähigkeit verloren gehe,  fremden Einflüssen zu begegnen.

"Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass wir eine vom Tourismus geprägte Insel sind, die unsere eigene Identität vernebelt", sagte der Experte auf diesem Gebiet.

Als Beispiel nannte er unter anderem die Übernahme von Thanksgiving und Halloween, zwei traditionelle amerikanische Feierlichkeiten.

Weiterhin zog er in Erwägung, dass in der Politik die nationalen Werte und der afrikanische Einfluss ignoriert und vernachlässigt werden.

"Wir feiern den Tag der Hispanität, als ob unsere Wurzeln nur aus Spanien stammen, was lächerlich ist, denn eigentlich sind wir eine Mischung aus spanischen Siedlern und afrikanischen Sklaven", sagte er und fügte als dritte Komponente den Einfluss der Tainos, den Ureinwohnern Hispaniolas hinzu.

Diese und andere Fragen werden vom 26.-28. Oktober auf der Konferenz "Die Präsenz afrikanischer Kultur in der Karibik" unter der Schirmherrschaft der UASD diskutiert.

Zapate kündigte bereits die Teilnahme mehrerer nationaler und internationaler Experten, unter anderem aus den USA, Venezuela, Puerto Rico, Kuba und Haiti an.

Auch mehrere kulturell-musikalische Veranstaltungen sorgen dafür, dass der Ursprung der dominikanischen Traditionen und Kultur nicht in Vergessenheit geraten, und geben auch Besuchern die Möglichkeit, sich über dieses Thema zu informieren.

In der Bar "La Espiral" in der Calle José Reyes #107 in der Zona Colonial findet zu diesem Thema ein Konzert statt, das an die afrikanisch-dominikanischen Ursprünge erinnert.

"Viernes de Palo" ist eine wöchenliche Veranstaltung, zu der Musiker mit ihren traditionellen Instrumenten aus dem ganzen Land eingeladen werden, und das Publikum mit tanzbaren Rythmen afro-karibischen Ursprungs begeistern.

Das Konzert beginnt gegen 21.30 Uhr, der Eintritt ist gratis.

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KOMMENTARE
1 Kommentar(e)
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Eingesandt von: Karibikfisch, 22 Okt 2009 6:40 PM
Aus: Dominikanische Republik
Ach, wäre das schön, wenn in der Dom Rep. wieder die afrikanischen Wurzeln Boden finden würden! Da müßten Schule und Kultur aktiv werden und Stolz entwickeln, statt die eigene Hautfarbe und das lockige Haar zu diffamieren.Jede Rasse ist schön, nicht nur die weiße! Wird so erzogen?
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