In unerträglich schwülen und erstickenden Klima in den Tiefen des tropischen Waldes der Dominikanischen Republik lebt eines der seltensten und gefährdesten Tierarten der Erde.
Der Dominikanische Schlitzrüssler ist ein etwa kaninchengroßes Säugetier mit braunem Fell, Knopfaugen und einer langen, dünnen Nase die der einer Spitzmaus gleicht.
Nur wenige Personen bekamen dieses auf der Insel Hispaniola heimische Tier zu Gesicht, sogar Naturforscher glaubten ein Gespenst gesehen zu haben.
Das gerne als "lebendes Fossil" bezeichnete Tier bewegte sich einst unter Dinosauriern, als diese die Erde bevölkerten, und bleiben seit beinahe 76 Millionen Jahren so gut wie unverändert.
Der Dominikanische Schlitzrüssler kann als einziges Säugetier wie eine Schlange Gift in sein Opfer injektzieren.
Das für Menschen nicht tödliche Gift hilft dem nachtaktiven Tier bei der Nahrungsaufnahme, die überwiegend aus Insekten und Reptilien besteht, aber auch aus im Verhältnis zu ihrer eigenen Körpergröße recht großen Säugetieren.
Forscher aus Großbritannien und der Dominikanischen Republik versuchen nun in einem Sonderprogramm mit finanzieller Unterstützung der britischen Regierung diese stark vom Aussterben bedrohte Kreatur zu retten.
Der britische Wissenschaftler Dr. Richard Young beschrieb die Rettung des Tieres als problematisch: "Wir wissen praktisch noch garnichts über dieses Tier. Weder wo es lebt, noch über die Anzahl der noch vorhandenen Exemplare."

