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SANTO DOMINGO.- Das dominikanische Bergbaukonsortium begann mit der Einzäunung der Baustelle der Zementfabrik am Nationalpark Los Haitises mit Stacheldraht, obwohl das Gericht einen vorläufigen Baustop angeordnete hatte.

Die Arbeiter scheinen den Gerichtsbeschluss zu ignorieren, und setzten rücksichtslos Stacheldrahtzäune die unter anderem durch die Grundstücke der Anwohner führen.

Manuel Benítez, einer der Bewohner, sagte, dass er bereits seit 20 Jahren auf seinem Grundstück wohne, für das er eine rechtsgültige Eigentumsurkunde besitzt.

Auch weitere Bauern berichteten von Einschüchterungsversuchen durch die Behörden, mit dem Ziel die Anwohner aus dem Gebiet zu vertreiben.

Unter anderem erhielten sie ein Schreiben eines Staatsanwaltes, in dem sie zur Räumung der Flächen aufgefordert werden, da sie sich angeblich im Besitz des staatlichen Zuckerrates befinden.

"Dieser Staatsanwalt hat keine Zulassung für die Gemeinde Gonzalo, und wir werden uns nicht einschüchtern lassen", sagten die Bauern und betonten für ihr Recht zu kämpfen und den Bau der Zementfabrik in der Pufferzone des Nationalparks Los Haitises zu verhindern.

Derzeit wird der gesamte Bereich von Polizeieinheiten und Soldaten überwacht, die aus allen Landesteilen in das Gebiet geschickt wurden.

Die Anwohner von Gonzalo fürchten, dass sich die Angelegenheit in eine Tragödie verwandeln werde, denn der Präsident sagt nichts, wäscht seine Hände in Unschuld und überlässt die Frage den Vereinten Nationen.

 

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KOMMENTARE
3 Kommentar(e)
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Eingesandt von: Residenten, 8 Jul 2009 2:42 PM
Aus: Dominica
kann nur sagen,denn es fehlen mir die Worte eine Riesenschweinerei
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Eingesandt von: Klara, 8 Jul 2009 2:56 PM
Aus: Deutschland, Salzwedel-Land
Ich hoffe nur, das die Betroffenen stark bleiben und sich auf keinen Fall einschüchtern lassen.
Scheint sich wohl einer mit dem Arsch auf den gerichtlich verordneten Baustopp zu setzen.
Riesenschweinerei, das ist es.
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Eingesandt von: Silke, 8 Jul 2009 3:07 PM
Aus: Dominikanische Republik, Santo Domingo
Weitergebaut wurde bisher nicht, aber schon mal die Zäune zu errichten ist dreist.

Es ist noch garnicht sicher ob die Fabrik dort überhaupt gebaut wird, und es ist noch ein langer Weg bis zum Ergebnis...

Aber schonmal Zäune setzen! Die grösste Schweinerei ist die Einschüchterung der Menschen in der Gemeinde, die ja nach Aussage des Umweltminister FÜR die Fabrik sind. Das glaube ich aber kaum...

Weiterhin findet vor Ort das Zeltlager statt, und zahlreiche Mitglieder verschiedener Umweltorganisationen fahren täglich in die Gemeinde Gonzalo, um den Bewohnern Beistand zu leisten.

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