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LONDON .-Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Dominikanische Republik heute dringend dazu auf, die Massenabschiebung von Haitianern einzustellen.

Amnesty International begründete ihren Standpunkt mit dem desolaten Zustand des Nachbarlandes nach der Erdbebenkatastrophe, das nicht in der Lage ist, die Vertriebenen wieder aufzunehmen.

Anstatt jene Menschen zu zwingen in ihre verzweifelte Situation zurückzukehren, sollte die Dominikanische Republik ihre Bemühungen, der haitianischen Bevölkerung zu helfen, erhöhen.

Daten der Vereinten Nationen zeigen, dass vor dem Erdbeben am 12.Januar 2010 mindestens 600.000 illegale Haitianer in der Dominikanischen Republik lebten, und dass die Anzahl nach dem Erdbeben nur leicht angestiegen ist.

Nach der Katastrophe gewährte die dominikanische Regierung Tausenden haitianischen Bürgern aus humanitären Gründen Zuflucht, aber schiebt sie nun wieder aus Angst vor Ausbreitung der Cholera ab.

"Niemand sollte ohne eingehende Prüfung deportiert werden und erkrankte Haitianer müssen eine angemessene medizinische Behandlung erhalten", betonte der Berater der AI, Javier Zúñiga.

Bislang starben in Haiti rund 3500 Menschen an der Colera, während die Dominikanische Republik 150 Patienten, jedoch bislang keine Todesopfer registriert hat.

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KOMMENTARE
4 Kommentar(e)
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Eingesandt von: sanbut, 7 Jan 2011 7:52 PM
Aus: Dominikanische Republik, Sosua
Dieser Forderung schliesse ich mich an. Es geht doch nicht, dass man gerade jetzt, wo das Land wegen einer unfaehigen Regierung am Boden liegt, wo Chaos herrscht und taeglich viele Menschen an Cholera sterben, diese Illegalen zurueck schickt. Natuerlich verstehe ich auch die Dominikaner, die Angst haben vor der "Ueberbevoelkerung" der Nachbarn. Doch zuerst sollte man helfen und wenn das Land wieder eine faehige Regierung hat, wenn Ruhe einkehrt und es aufwaerts geht, kann man die Illegalen deportieren. Aber erst nach eingehender Pruefung und nicht einfach wahllos. Ich kenne einzelne Faelle von Haitianern (Frauen und Maenner), die schon jahrelang hier illegal wohnen, arbeiten und sich unaufaellig und anstaendig benehmen, aber keine Papiere haben, weil es sie "einfach nicht gibt" (sie haben auch keine hait. Papiere).
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Eingesandt von: NurMeineMeinung, 7 Jan 2011 10:37 PM
Aus: Dominikanische Republik
Sicher haben sie nicht so ganz unrecht.....aber

Der Rest der Welt muss sich gleich mit Schämen. Problemlos werden hunderte Milliarden $ und € aufgebracht um das durch Geldgier zerstörte Finanzsystem, und durch aberwitzige Schuldenpolitik verzweifelte Länder zu retten, aber 169 Millionen um eine Krankheit aus dem tiefsten Mittelalter zu beseitigen bekommt die ganze reiche und ach so anständige Welt nicht zusammen. Von den versprochenen Hilfsleistungen , die nie gezahlt wurden, fange ich gar nicht erst an. Da haben die, die reich sind und gar nichts tun gerade Grund über Amnesty International auch noch Forderungen an andere zu stellen.
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Eingesandt von: 40820, 9 Jan 2011 10:26 AM
Aus: Österreich, Dominikanische Republik
Auch ich schliesse mich dieser Forderung an, möchte diesen Abschiebungsstop aber auch gleich auf die BRD erweitern, von wo man ab sofort auch keine Abschiebung von Illegalen mehr durchführen sollte.
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Eingesandt von: rolfo, 11 Jan 2011 6:23 PM
Aus: Deutschland
Wo liegt hier das Problem?
Abgesehen davon, dass die Dominikaner es sich nicht wirklich leisten koennen, Haiti mit zu schultern (die von Amnesty sind nur Dummschwaetzer, die keine Ahnung haben), sind meine kuerzlich aufgegriffenen Arbeiter schon wieder vollzaehlich am Ort (gegen ein paar tausen Pesos Bestechungsgelder natuerlich!)!

Also, Alles wie gehabt!
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