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SANTO DOMINGO .-Der dominikanische Hotelsektor sagte heute, dass man Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Cholera ergriffen habe, nachdem sich zwei europäische und vier chilenische Touristen mit der Krankheit im Touristenort Punta Cana infiziert haben.

Der Präsident der Nationalen Hotel-und Restaurantvereinigung (ASANAHORES), Julio Llibre, räumte ein, dass man in der Dominikanischen Republik mit der Cholera, ebenso wie mit Dengue und Malaria, leben müsse.

Laut der Statistik des Gesundheitsministerium sind bislang 87 Menschen im Land an der Cholera gestorben, 2000 befinden sich in Behandlung und 13.200 Patienten stehen unter Verdacht, die Krankheit in sich zu tragen.

Llibre sagte in einer Pressekonferenz, dass die dominikanischen Hotels seit dem Ausbruch der Krankheit im benachbarten Haiti Ende 2010, die sanitären Maßnahmen im Umgang mit Lebensmitteln und Getränken erhöht haben.

Der erste Fall von Cholera trat in der Dominikanischen Republik im November 2010 auf, nachdem ein Haitianer von einer Reise aus seinem Heimatland nach Higüey, eine Stadt nahe bei Punta Cana, zurückgekehrt war. Seitdem trat die gefährliche Darmkrankheit in verschiedenen Teilen des Landes auf, unter anderem in Santo Domingo und Santiago.

Llibre ist jedoch der Auffassung, dass es sich bei den ausländischen Touristen um isolierte Fälle handelt. Er erinnerte auch an den Fall von 300 venezolanischen Touristen, die sich im Januar während einer Hochzeitsfeier in Casa de Campo bei La Romana mit der Cholera infiziert hatten.

Das Zentrum für Kontrolle und Vorbeugung von ansteckenden Krankheiten (ECDC) veröffentlichte am 22. Juli auf seiner Webseite eine Warnung vor Reisen in die Dominikanische Republik und Haiti aufgrund der möglichen Ansteckungsgefahr.

Die Institution erklärte, dass sich ein Tourist aus Großbritannien und einer aus Deutschland während seines Aufenthalts in Punta Cana infiziert haben, jedoch wurden keine Informationen über das Hotel preisgegeben.

Parallel zu der Warnung durch das ECDC bestätigte das chilenische Gesundheitsministerium, dass sich vier Touristen nach einem Besuch in der Dominikanischen Republik mit der Krankheit angesteckt haben.

Das dominikanische Gesundheitsministerium weist die Veröffentlichungen jedoch zurück, da man noch nicht offiziell informiert wurde.


 

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