PORT-AU-PRINCE .-Eine Menschenmenge überfiel gestern einen Lastwagen des Sozialplans in der Hauptstadt von Haiti, der mit Hilfsgütern beladen war.
Der Vorfall ereignete sich vor dem zerstörten Gebäude des Regierungspalastes in Port-au-Prince, als zwei LKws des Sozialplans fälschlicherweise dort anhielten.
Eine Menschenmenge stürmte umgehend auf die Fahrzeuge zu, und die 20 Freiwilligen Helfer entschieden einige der Lebensmittel abzugeben um die Menge zu beruhigen und ihren Weg zu ihrem Bestimmungsort fortzusetzen.
Ein Haitianer stürmte jedoch das Fahrerhaus des LKW's und zwang die Helfer damit zur Herausgabe aller Hilfsgüter.
Ob Personen bei dem ersten Zwischenfall dieser Art verletzt wurden, ist noch unbekannt, jedoch beweist der Angriff das Fehlen dringend notwendiger militärischer Unterstützung und spiegelt die Verzweiflung in der haitianischen Bevölkerung wider.
Im Katastrophengebiet suchen Rettungskräfte derzeit Tag und Nacht nach Überlebenden in den Trümmern, ein Dominikaner konnte gestern gerettet werden, nachdem es ihm gelang eine Verbindung mit seinem Handy zu seiner Familie herzustellen. Den Rettungskräften gelang es daraufhin den Mann lebend aus dem eingestürzten Gebäude zu retten.


NICHTS verloren.
Hunger und Durst läßt kriminelle Energien frei. Nein, kriminell ist falsch, Selbsterhaltungstrieb ist besser.